Tradition - Das Heimgeleit

ist ein wunderbarer Brauch der wohl am ehesten davon zeugt, welch ein Zusammenhalt die Zimmerleute einigt. Kameradschaft wird hier großgeschrieben.

Leider scheint dieser Brauch nicht (oder nicht mehr) in ganz Deutschland bekannt zu sein, denn von meinen 59 Schulkameraden auf der Meisterschule kannten Ihn nur wenige.

Ich hatte jedoch das Glück von drei Kameraden, alles Gesellen die ich als Geselle selbst mit ausgebildet habe, abgeholt zu werden. Natürlich habe ich sie zuvor nach ihrer Gesellenprüfung auch in ihrer Lehrwerkstatt abgeholt und nach sie nach altem Brauch und Vätersitte nach hause begleitet.

Und so kam es dann, dass sich am 02.02.2004, vier Gefährten von Kassel im Süden Hessens auf das Heimgeleit gen Heinsberg Rheinland machten.

Die vier Gefährten...

Alexander Heinrichs

„klein Ali“

geb.

Zimmergeselle seit Juli 2002

Ist in Lohn und Brot bei

Holzbau Küppers in Geilenkirchen


Frank Beumers

„Franky F...ing Fourfinger“

geb. 07.12.1978

Zimmergeselle seit Juli 2003

In Lohn und Brot bei

Zimmerei Küppers in Aphoven

Ulrich Damberg

„Uhl“

geb. 21.03.1983

Zimmergeselle seit Juli 2003

Ist in Lohn und Brot bei

Zimmerei Küppers in Aphoven


Bernd Küppers

„Küpsch“

geb. 18.02.1979

Zimmergeselle seit Juli 1998

Zimmermeister seit Januar 2004

ISelbstständig seit Mai 2004


Genächtigt haben wir auf unserem ganzen Weg immer fürstlich.

Außer neben Schafen, Schweinen, Rindern und Eseln natürlich neben unseren Kameraden


wie z.B. hier in Korbach, Hessen


Gegessen wurde hauptsächlich „Ahle Wurst“ mit einem Laib Brot und ...


Ravioli aus der Konserve. Wie hier vor den Toren von Winterberg im Sauerland.


Wir haben unterwegs einige Zimmerleute getroffen und dabei wurde natürlich auch zünftig aufgeklopft.

Den Zimmermeister

Michael Klöckner aus

Netphen im Siegerland

trafen wir in Winterberg

 


Den Zimmermeister

Josef Mester aus dem

schönen Hochsauerland

trafen wir in Rahrbach

 


Zimmergeselle Florian

Reisland links trafen

wir in Gummersbach,

Oberbergisches Land


Zimmergeselle Thomas

Juck trafen wir in

Simmerath, Eifel

 


und viele mehr teils sesshaft und teils Fremdgeschrieben.


Herumgekommen sind wir jedenfalls und es waren die beeindruckensten zwei Wochen meines bisherigen Lebens, die ich nie vergessen werde.

Bei all jenen die uns Tür und Tor geöffnet haben, allen die uns wohlgesonnen unterstützt haben und bei all jenen die uns unterwegs aufgenommen haben, möchte ich hiermit noch einmal meinen Dank aussprechen.

In diesem Sinne auf Gott, Holz und Vaterland...

und ewige Kameradschaft

Vivat, das ehrbare Handwerk!


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