Tradition - Mondfaserholz...

... Mythos oder Wissenschaft

Vor einiger Zeit bekam ich ein uraltes Schriftstück in die Finger, in dem in altdeutscher Schrift folgendes geschrieben stand:

An welchen Tagen man das Brenn- und Bauholz schlagen soll, daß es nicht Schwindet, kliebt und wurmt.

Das Brennholz soll man im ersten Viertel des wachsenden Mondes schlagen (also beim jungen Schein).

Schlägt  man in den ersten vier Tagen des Mai ein Holz, dieses fault nicht und wird auch nicht wurmstichig.

Wenn man in den zwei letzten Tagen (Feiertagen ) im März ein Holz schlägt, dieses wurmt nicht, und wenn man solches Holz Laden schneid´und von solchen Laden Truhen und Kästen machen Läst, So kommen keine Würmer und Motten hinein.

Ein Holz am Margarethenabend geschlagen, dieses Holz zerklieht nicht, der Mond mag auf- oder abnehmend sein, dieses Holz reagiert nicht nach dem Mond.

Gutes Zeichen: Wenn man ein Holz schlägt im aufnehmenden Schein, im Zeichen des Fisches, dieses zerkliebt nicht, dorrt nicht zusammen und wird nicht kleiner.

Wenn man in den letzten Tagen des Christmonats und in den ersten Tagen im Januar ein Holz schlägt, dieses bleibt unverwesen, fressen die würmer nicht und je älter es wird, desto härter wird es. Es wäre recht alter Schein, ein Donnerstag und gegen Abend.

Auch gutes Zeichen: Wenn man ein Holz abhaut, wenn der Mond am kleinsten ist, bevor er stärker wird, dieses Holz kann man auch grünner verarbeiten, es zerkliebt nicht, dörrt nicht zusammen und wird auch nicht kleiner.

Eine Lärche ist erst reif, wenn diese drei Festmeter gibt.

Wenn du in den nachgenannten drei Tagen: 1.Pauliekehrungstag, 2. Agidiustag und 1. September, Holz abhaust, dieses Holz fault nicht bis auf den jüngsten Tag.

Brennholz soll mann erst ab Juni und nicht im Mai schlagen.

Holz, das in den letzten drei Tagen des Monates Februar am abnehmenden Mond geschlagen wird, kommt nicht mehr und es fault sogar die Wurzel ab.

Stauden, Haiden und Unkraut, das reiße aus (das sagen die Alten), drei Tage vor dem 21. Juni vormittags, dann wächst es nicht mehr nach.

Der 31. Jänner und der 1. und 2. Februar sind Schwendtage.

Wenn du einen Baum Schenden willst, so Bohre am ersten August ein Loch bis auf den Kern (der Baumdorrt ab).

In den letzten Tagen des Dezembers, am 1. Jänner und am 1. März Freitag nach Sonnenuntergang geschlagenes Holz, springt und reißt nicht auf. Holz am 1. März geschlagen widersteht dem Feuer.

Schwendtage: 20. Jänner; 3. März; 1., 10., 18. April; 6., 8. und 17. Mai; 1. und 17. Juni; 11. und 21. Juli; 12., 17. und 21. August;10., 15., 18. und  30. September; 6., 17. und 18. Oktober; 1., 6. und 10 November; 2., 6., 11. und 13 Dezember. Die besten Schwendtage des Jahres sind: 3. März; 1. April, 1. und 17. August; 18. Oktober und 1. Dezember. (Am 18. Oktober und 1. Dezember braucht man mit der Hacke nur einmal einhacken oder zuschlagen).

Bei der Pfarrhofrenovierung in der Teuckl wurden angeblich diese Aufzeichnungen gefunden.